Sitzschulung

 

Um möglichst effektiv und pferdegerecht auf ein Pferd einwirken zu können, braucht es einen unabhängigen, ausbalancierten und losgelassenen Sitz. Probleme, wie z.B. unruhige Hände oder Schenkel, Mühe beim Aussitzen können dank vielfältiger, zweckmässiger Gestaltung des Unterrichts korrigiert werden.


Die Reiter der Spanische Hofreitschule in Wien oder Spanien haben einen sehr ruhigen und zentrierten Sitz. Sie gebrauchen die Sitzlonge als hervorragendes Mittel, um sich nur auf den Reiter/Reitersitz zu konzentrieren.

 

Es gibt verschiedene Arten der Sitzlonge:

 

  • Handarbeitssitzlonge (üben der Seitengänge)
  • Chiron (Springen) 
  • Sitzübungen (meist auf Zirkel geritten bzw. an der Longe)

 

Warum ist dies so wichtig? Bei der Sitzlonge kann sich der Reiter voll und ganz auf sich konzentrieren, da der Longenführer dafür sorgt, dass das Pferd sich so fortbewegt wie gewollt. Der Reiter kann dieses Wissen dann wieder bei laufendem Pferd festigen.

Heutzutage wird diese Arbeit auch falsch eingesetzt. Viele Unerfahrene praktizieren es ohne genau zu wissen, was sie tun. Für die Anfänger ist es schwierig, sich auf dem Pferd zu halten, während der Bereiter das Pferd longiert. Doch wie oben erwähnt, sollte die Sitzlonge von fachkundigen Personen eingesetzt werden, die einen Sitz der Zentriertheit und völligen Kontrolle haben und erreichen wollen.

 

Natürlich gibt es noch die Sitzlonge für das Pferd. Hierbei steht das Pferd im Mittelpunkt und nicht der Reiter. Man nutzt es bei jungen Pferden, die beim Anreiten vertraut sind mit dem Longieren und es somit anfangs für das Pferd leichter ist, sich an einen gewissen Punkt (dem Longenführer) zu orientieren.


Die Sitzlonge kann auch immer wieder zwischendurch in die Arbeit eingebaut werden. Natürlich mit der Voraussetzung, dass das Pferd Grundkenntnisse im Longieren oder in der Handarbeit hat, damit ich mich, als Trainerin, auf den Reiter konzentrieren kann.